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Liste Kriegsteilnehmer 1813-15, 1864 und 1870-71


von Hermann Schmidt


Mit Gott für König und Vaterland haben in den Jahren 1813/1814/1815
aus hiesiger Gemeinde die Waffen geführt:

Nr Familienname Rufname Vornamen Beruf Geburtsdatum Todesdatum Alter Todesursache Bemerkung
1 Braunschuh Wilhelm Johann Friedrich WILHELM Heuerling 1792 22.05.1859 69 Entkräftung
2 Brink Heinrich Johann HEINRICH Neubauer 1782 02.05.1845 52 Schwindsucht
3 Erffmeyer Christian Johann Heinrich CHRISTIAN Gottlieb Heuerling 1787 12.02.1846 48 Nervenfieber
4 Gerkemeyer Heinrich Johann HEINRICH 1781 08.12.1833 45 Blutsturz
5 Heuke Wilhelm Heinrich WILHELM Kolon 1790 27.03.1856 65 Schwindsucht
6 Hippe Caspar Heinrich CASPAR Heuerling 1791 16.10.1855 64 Krämpfe
7 Hölscher Wilhelm WILHELM Heuerling 1780 25.03.1868 72 Brustkrampf
8 Koch Hermann HERMANN Heinrich Schulmeister 1780 24.03.1834 37 Nervenschwäche
9 Koch Johann Christian 09.12.1795 1813 gefallen bei Kaluga
10 Köhring Gottlieb GOTTLIEB Neubauer 1773 21.01.1855 60 Brustwassersucht
11 Korte Wilhelm Johann Friedrich Rudolph WILHELM Neubauer, Stellmacher und Wirt 1796 03.01.1862 65 Gicht
12 Krüger Friedrich Johann Christian FRIEDRICH Neubauer 1789 05.12.1842 56 Brustübel
13 Kruse Heinrich HEINRICH Heuerling 1783 18.05.1854 70 Schwindsucht
14 Lück Heinrich HEINRICH Heuerling 1788 22.10.1840 52 Blattern
15 Pohlmann Wilhelm Heinrich WILHELM Kolon 1797 21.04.1866 69 Altersschwäche
16 Schlomann genannt Thomsmeyer Christian Johann CHRISTIAN Wilhelm Kolon 1780 09.11.1860 67 Lungenentzündung
17 Stremming Conrad Johann Friedrich CONRAD Neubauer 1793 20.01.1868 74 Brustkrampf
18 Stremming genannt Danielsmeyer Heinrich HEINRICH Kolon 1767 12.06.1853 62 Magenkrämpfe
19 Struckmeyer Wilhelm Friedrich WILHELM Heuerling 1794 16.01.1861 67 Altersschwäche
20 Wiesemann Christian Heinrich Christian Wilhelm Invalide 1793 13.01.1848 54 Gicht und Auszehrung
21 Wortbröker Friedrich FRIEDRICH Heuerling 1787 09.12.1860 72 Altersschwäche

„Mit Mann und Roß und Wagen hat sie der Herr geschlagen!“, so sagte man als die traurigen Reste des Halbmillionenheeres Napoleons aus Rußland heimkehrte. Auch von unseren Vorfahren waren zahlreiche Männer zum französischen Heer gepreßt worden. Sie gehörten zu dem 127., 128, und 129. französischen Infanterie-Regimentern oder zum 1. bis 8. westfälischen Regimentern. In Moskau zogen sie nicht ein, aber an der Beresina kamen sie wohl über die Brücke, aber nur noch etwa 200 von ihnen. Napoleon schrieb an seinen Bruder in Kassel:„ Die westfälische Armee besteht nicht mehr!“ Es kamen keine Nachrichten über die Verluste in die Heimat. 1820 forscht die Preußische Regierung durch Leutnant Meier nach Vermißten in Rußland (Todeserklärungen bei Erbschaftsregelungen. In den Kirchenbüchern sind keine Eintragungen über die Vermißten gemacht worden.) Auch bei uns nicht 20 Männer aus unserm Dorf haben am Krieg 1813/15 teil genommen.
Aus Rußland ist ein Barkhauser nicht zurückgekehrt, und zwar Johann Christian Koch vom 129. Infanterie-Regiment. Er ist bei Kaluga gefallen. 1) geb. 9.12.1795

Teilnehmer am Krieg gegen Dänemark waren auch 2 Barkhauser Soldaten:
1. Ludwig Lange, wohnhaft in Barkhausen, Kapellenweg 2 . Er hat mir als Nachbar von dem Kampf an den Düppeler Schanzen erzählt. Er ist in Petershagen verstorben. Darum fehlen Orden und Ehrenzeichen und sein Sterbedatum auf der Gedenktafel in der Kirche.
2. Der Soldat Wilhelm Stremming nahm am Frankreich-Feldzug 1870/71 teil. Von ihm haben wir 2 Orignalbriefe von den Kämpfen um Bar-le-Duc.
3. Vom Soldat Kelle aus Barkhausen besitze ich die Abschrift eines Briefes aus dem Dänischen Krieg. Ein echter Soldatenbrief, denn auf dem Briefbogen ist eine Darstellung des Kampfes um die Düppeler Schanzen aufgedruckt.
4. Joh. Christian Koertner geb. 1.2.1796 ist im Franzosenkriege +
Anmerkung: Die Geburtsdaten der oben aufgeführten Teilnehmer am Krieg 1813+15 sind dem alten Kapellenbuch von Barkhausen 1700 bis 1800 entnommen.

1)
Aus einem Beitrag des „Mindener Tageblatt“ um 1962