Freiwillige Feuerwehr Barkhausen


Geschichte der Feuerwehr in Barkhausen an der Porta von Hermann Schmidt


Gründungsprotokoll

Unter Leitung des Amtmanns Schwartze Dützen und im Gegenwart des Gemeindevorstehers Gerkemeier wurde heute im Friedenstal zu Barkhausen nach einem interessanten Vortrag des Kreisbrandmeisters Meyer Minden über Feuerlöschwesen, die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Barkhausen, nachdem im selben Lokal bereits vor 8 Tagen, ebenfalls unter Leitung des erwähnten Amtmanns eine Versammlung getagt hatte, in der der Brandmeister der Stadt Bielefeld Ritter einen wissenswerten Vortrag hielt, vorgenommen. Ca. 90 Personen ließen sich in die Listen eintragen. Es wurde in dieser Versammlung folglich zur Bildung des Vorstandes geschritten und gewählt:

Tischlermeister W. Bergbrede als Brandmeister
Maurermeister Fr. Kochbeck als stellvertretener Brandmeister
Architekt B. Warmbold als Schriftführer
Techniker H. Bergbrede als Kassierer
Mechaniker K. Göking als Rüstmeister
Landwirt K. Büsching als Führer der Gespannabteilung
Tischler H. Krüger als Steigerführer
Tischler H. Koch als stellvertretener Steigerführer
Schmiedemeister W. Krückemeyer als Spritzenführer
Schmiedemeister Fr. Ferling als stellvertretender Spritzenführer
Schmiedemeister A. Möller als Ordnungsführer
Maurerpolier Korte als stellvertretender Ordnungsführer

Es wurde, nachdem vorstehende Personen die Wahl angenommen hatten, beschlossen, daß am 21. Mai eine Vorstandsitzung zwecks Besprechung der Statuen und Zuteilung der einzelnen Mitglieder zu den entsprechenden Gruppen stattfinden sollte, und daß hiermit für den 24. Mai im Lokal des Fr. Arnsmeier eine Generalversammlung einzuberufen sei, in der die entgültigen Maßnahmen getroffen werden sollten.

Ferner wurde beschlossen alle Versammlungen der Wehr abwechselnd bei denen der Wehr angehörenden Reihen in Barkhausen tagen zu lassen.
Barkhausen den 17. Mai 1924
B. Warmbold Schriftführer


Chronik der Löschgruppe Barkhausen

Am 17. Mai 1924 wurde die Löschgruppe Barkhausen von 58 Barkhauser Bürgern im Hotel, Restaurant Friedenstal, ins Leben gerufen. Die Einwohner Barkhausens wurden im selben Monat durch eine Spendenaktion gebeten, der neugegründeten Freiwilligen Feuerwehr durch finanzielle Unterstützungen die Beschaffung der nötigen Ausrüstungsgegenstände zu ermöglichen. Das Amt des ersten Löschgruppenführers übernahm der Brandmeister, Tischlermeister Wilhelm Bergbrede.

Die Kameraden Fritz Ferling, Heinrich Gerkesmeyer, Wilhelm Hasselmeier, Daniel Dießelhorst, Fritz Kochbeck und Fritz Dieker haben damals besonders dazu beigetragen z.T. durch die Übernahme bestimmter Ämter in der Wehr, z.T. durch größere Spenden die Anfänge zu erleichtern und das begonnene Werk zu festigen. Ein Spritzenhaus, das auch heute noch am Kapellenweg steht, und eine Handdruckspritze wurden von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Die Wehr konnte einen steilen Aufschwung verzeichnen und bereits 1925 blickte man auf 103 Mitglieder zurück. 1927 wurde der Amtsverband Dützen der Freiwilligen Feuerwehr gegründet, dem auch die Löschgruppe Barkhausen angehörte. Wilhelm Bergbrede wurde der erste Amtsbrandmeister und für ihn wurde in Barkhausen der Brandmeister Fritz Ferling eingesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Löschgruppe aus eigener Kraft dafür gesorgt, daß sie über einen Steigerturm für Übungszwecke, Helme, Uniformröcke, diverse Feuerwehrarmaturen und sonstige Ausrüstungsgegenstände verfügen konnte.

Fritz Ferling wurde 1939 zum Militärdienst einberufen. Jetzt stand die Wehr ohne Gruppenführer da. Um die Gruppe ordentlich weiter ausbilden zu können, wurde der Unterbrandmeister H. Niemeier eingesetzt, der über die schweren Jahre der Kriegszeit die Wehr im Sinne seiner Vorgänger bis 1951 leitete. Inzwischen war Friedrich Werner, sen. zu Brandmeister ausgebildet worden, der die Löschgruppe 1951 übernahm und sich für die Stationierung einer Motorspritze einsetzte. Ein Jahr später war es dann endlich soweit. Vom Amtsverband Dützen wurde der Wehr ein LF 8 vom Typ Opel Blitz übergeben Dieses Fahrzeug war das modernste und bestausgerüstet Löschfahrzeug im Amtsverband.

Kamerad Werner setzte sich sehr für die belange seiner Wehr und der Feuerwehrleute ein und wurde 1960 zum Oberbrandmeister befördert. Aus Altersgründen gab er 1968 sein Amt ab, das sein Sohn, der Brandmeister Friedrich Werner jun. Übernahm. Ein großer Tag war es im Herbst 1969, als der Löschgruppe durch Amtsbrandmeister Kerl Steinmann das neue Feuerwehrgerätehaus übergeben wurde. Ein Jahr später konnte sie als neues Löschgruppenfahrzeug ein TLF 16 vom Typ Daimler Benz übernehmen.

Durch die kommunale Gebietsreform wurde die Löschgruppe Barkhausen aus ihrem bisherigen Verband des Amtes Dützen gelöst und in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Porta Westfalica eingegliedert. Zusammen mit den Löschgruppen Lerbeck und Nessen bildet die LG Barkhausen den Zug V, der vom Barkhauser Oberbrandmeister Friedrich Werner jun. geführt wird. Für Werner wurde am 1. Dezember 1974 Brandmeister Reinhard von Marcholewski als Löschgruppenführer eingesetzt.

Mit dreizehn jungen und Mädchen gründete am 1. Januar 1979 der Unterbrandmeister Helmut Hohnemeier in Barkhausen die Jugendfeuerwehr. Das Wirken der Jugendfeuerwehr hat sich in der Vergangenheit sehr positiv auf die Struktur der Löschgruppe ausgewirkt, so daß hier der Stamm durch ehemalige Jugendfeuerwehrleute verstärkt wurde. Aus Altersgründen legte der Brandmeister Reinhard von Marcholewski sein Amt nieder, es wurde am 12. März 1982 vom Brandmeister Herbert Meier übernommen.

Aus beruflichen Gründen übergab dieser am 1. April 1987 die Führung an seinen Bruder Manfred Meier. Welcher am 4. Januar 1991 die Führung der Löschgruppe in die Hände von Reiner Erksmeyer legte. Manfred Meier übernahm erneut am 1. März 1997 die Verantwortung des Postens des Löschgruppenführers. In seiner 2. Amtszeit fiel ein tragisches Unglück das der Wehr wohl niemals unvergessen bleiben wird. Sein Bruder, unser Kamerad Martin Meier verlor auf tragische Weise sein Leben beim Brandeinsatz in Hausberge, als er pflichtbewußt seinen Dienst am nächsten erfüllte.

Dieser Schicksalsschlag bewog den Löschgruppenführer Manfred Meier seinen Posten zur Verfügung zu stellen.

Nach kommisarischer Leitung übernahm schließlich am 27. März 1998 Herbert Göking die Leitung der Löschgruppe. Eine der ersten und sehr erfreulichen Amtshandlungen war die Übergabe des neuen TLF 16/24 am 4. März 1999.

Im Jahr 2007 gab es zwischen Politik und Feuerwehr einen Disput, der dem Löschgruppenführer den Rückhalt in der Löschgruppe nahm. Auf Herbert Göking folgten im Jahr 2008 Lutz Göbel und als Stellvertreter Jens-Martin Liesenberg.1)

Lutz Göbel und sein Stellvertreter legten 2012 ihre Ämter nieder, ihnen folgten als Löschgruppenfüher Tobias Gebert und als stellvertreter Christian Becker und Rainer Müller.2)

Chronologie

1924 Gründung der Löschgruppe Barkhausen
1925 Gründung des Musikzuges Barkhausen
1927 Gründung des Amtsverband Dützen
1952 Übergabe des LF8 Opel Blitz
1956 Fahnenweihe
1969 Übergabe des neues Feuerwehrgerätehaus
1970 Übergabe des TLF16 Daimler Benz
1979 Gründung der Jugendfeuerwehr Barkhausen
1999 Übergabe des TLF 16/24 Mercedes Benz
2001 Inbetriebnahme eine MTF

Löschgruppenführer

1924 - 1927 Wilhelm Bergbreede
1927 - 1939 Fritz Ferling
1939 - 1951 H. Niemeier
1951 - 1968 Friedrich Werner sen.
1968 - 1974 Friedrich Werner jun.
1974 - 1982 Reinhard von Marcholewski
1982 - 1987 Herbert Meier
1987 - 1991 Manfred Meier
1991 - 1997 Rainer Erksmeyer
1997 - 1998 Manfred Meier
1999 - 2008 Herbert Göking
2008 - 2012 Lutz Göbel
2012 - 2020 Tobias Gebert

Jugendfeuerwehrwart

1979 - Helmut Hohnemeier
Dirk Marquardt
- 2000 Manfred Baake
2001 - 2012 Rainer Müller
2012 - 2020 Tim Belling


Festschrift der Jugendfeuerwehr zum 25jährigen Jubiläum 2004

Vorwort

Das Jubiläum der Jugendfeuerwehr verdanken wir dem Gründungsjugendwart Helmut Hohnemeyer, sowie den Jugendlichen, die sich im Winter 1979 für die Gründung stark gemacht haben. Dieses Jubiläum zeigt, dass die Jugendlichen sich in unserer kameradschaftlich geprägten Umgebung Wohlfühlen und wir das richtige Konzept durchführen.

Die Jugendfeuerwehr ist auch ein wichtiger Teil für Ihre und unsere Sicherheit hier in Barkhausen, wie auch in der gesamten Stadt Porta Westfalica. Denn ohne Jugendfeuerwehr ist es leider nur schwer möglich die benötigte Stärke der Freiwilligen Feuerwehr zu gewährleisten. Somit ist für Sie und uns eine weitere Jugendarbeit unverzichtbar.

In den vergangen Jahren haben wir in über 600 Übungsdiensten, 1.500 ehrenamtlichen Stunden, 222 Jugendliche betreut und Ihnen Werte wie Teamgeist und Soziales Verhalten gelehrt. Zu unserem Erfolg konnten von unserer Jugendfeuerwehr 14 Jugendfeuerwehrleute an die aktive Wehr übergeben werden, von denen viele heute noch Ihren Dienst als Feuerwehrleute verrichten.

Diese Festschrift soll einen kleinen Rückblick in die vergangenen 25 Jahre werfen und wird hoffentlich in einigen persönliche Erinnerungen wachrufen.

Allzeit Gut Wehr und allen kommenden Jugendwarten eine glückliche Hand

Rainer Müller Jugendwart


Chronik

Seit dem 1. März 1979 besteht in der Löschgruppe Barkhausen eine Jugendfeuerwehr. Als Jugendwart wurde Helmut Hohnemeyer ernannt, sein Stellvertreter wurde Heinz Genutt. Die Bestätigung fand durch die Gründungsversammlung am 03.03.1979 in der Gaststätte „Zum Waldkrug“ statt.

Dies war die Geburt der 9. Jugendfeuerwehr in Porta Westfalica. Dieses Ereignis wollte sich natürlich keiner entgehen lassen. So kam es, dass sich

- Kreisbrandmeister Heinz Theilig - Stadtbrandmeister Heinrich Schaper - Stadtjugendfeuerwehrwart Dieter Lichte - Leiter der Feuer- und Rettungswache Hans Roy sowie der - Barkhauser Löschgruppenführer Reinhard von Marcholewski und die - Eltern der Jugendlichen dort eingefunden hatten.

Die Jugendfeuerwehr Barkhausen hatte zur Gründung elf Mitglieder, von denen bereits sechs in Neesen waren. Die Aufnahme von Mädchen wurde ausdrücklich nicht erwünscht, dieses änderte sich jedoch ab 1983 mit dem ersten Mädchen Cornelia Griesser. Die Löschgruppe spendierte einmalig den Betrag von 500 DM für die ersten Anschaffungen. Und somit fing am 5. März der Dienstbetrieb mit der Vorbereitung zur Leistungsspange und der ersten Glassammlung in Barkhausen an, die Geld in die Jugendkasse bringen sollte. Im ersten Jahr wurden 36 Dienste abgehalten, darunter waren Dienste wie zum Beispiel Plakate malen für die Feuerwehrwerbewoche, Teilnahme an einem Trödelmarkt, Glassammeln oder ein Grillabend mit der Stammwehr.

Unter dem Stichpunkt „Allgemeine Jugendarbeit“ wurden unter anderem Vogelhäuser gebaut und im Wald aufgehängt. Man konnte im Jahre 79 auch eine Weihnachtsfeier vermerken, die zum ersten Mal am 15.12. stattfand.

Bei dem allseits beliebten Seifenkistenrennen am Nammer Berg, steuerte die Barkhauser Seifenkisten 1981 ziellos wegen eines gebrochenen Lenkrades leider nicht durchs Ziel.

Helmut Hohnemeyer und Heinz Genutt übten das Amt des Jugendwartes und des Stellvertreters von 1979 bis 1982 aus. Die Dienstauffassung von Helmut Hohnemeyer ist schon bemerkenswert gewesen, so wird heute noch von den Gründungsjugendlichen gerne erzählt mit welcher Hingabe er den Dienst versah. So soll er seine Arbeit als Berufskraftfahrer für den Dienst unterbrochen haben, und selbst als seine Frau ihn vom Dienst holen wollte, weil zu Hause etwas geschehen war, ließ er sich nicht von „seiner“ Jugendfeuerwehr abbringen.

1983 bis 1985 übernahmen Manfred Meier, der selber einst Jugendfeuerwehrmann war, und Herbert Göking diese Aufgaben.

Die Altglassammlung wurde durch das aufstellen von alten Heizöltanks vereinfacht und die Barkhauser konnten ihr Altglas auch dann entsorgen wenn nicht gesammelt wurde. Dieses führte 1986 dazu dass viele „Altglascontainer“ anfingen zu stinken, weil die Flaschen und Gläser nicht vor dem Einwurf gespült wurden. Leider wurde bei einer Leerung eines Behälters der Zaun von Familie Höltkemeier beschädigt, dieser wurde natürlich auf Kosten der Jugendfeuerwehr wieder repariert.

1985 bis 1988 übernahm Helmut Hohnemeyer wieder das Ruder. Friedrich Kelle kam 1990 in den Genuss Jugendfeuerwehrwart zu sein.

Und wie es Leben nun einmal ist, gibt es Höhen und Tiefen. So war die Jugendfeuerwehr Barkhausen in den Jahren 1987 bis 1990 auf ihrem tiefsten Mitgliederstand angekommen. Die Jugendfeuerwehr bestand zu dieser Zeit aus 2 Mitgliedern. Die auf Grund ihres großen Interesses an der Feuerwehr an den Diensten der Aktiven Wehr teilnahmen. Danach schien sich die allgemeine Beteiligung wieder zu bessern denn in den Jahren 1993 bis 1997 durfte sich der ehemalige Jugendfeuerwehrmann Dirk Marquardt offiziell Jugendwart nennen. Doch das ist ja noch lange nicht alles, denn in den Jahren 1998 bis 2001 war Manfred Baake das Amt des Jugendwartes anvertraut worden.

Und seit dem Jahre 2002 übt Rainer Müller, mit Hilfe seiner Kameraden Manfred Baake, Frank Fiermann und Lutz Göbel, dieses Amt aus, das sie bis jetzt auch sehr gut gemeistert haben.

Seit früher hat sich eigentlich auch nicht sehr viel verändert. Die Jugendlichen werden immer noch, unter dem Thema „Feuerwehrtechnische Ausbildung“ an die Arbeit eines Feuerwehrmannes heran geführt, um irgendwann in die Aktive Wehr überzugehen. Und es werden natürlich immer noch Dienste im Sinne der „Allgemeinen Jugendarbeit“ durchgeführt, bei denen man zum Beispiel Eis laufen oder schwimmen fährt. Und auch der Sinn der Jugendfeuerwehren ist der gleiche wie vor über 25 Jahren. Jugendliche sollen von der Straße geholt werden um zu lernen gemeinsam und verantwortungsvoll zu handeln. Marlina Göking Jugendsprecherin


Die Geschichte des Feuerwehrmusikzuges Barkhausen

Einen breiten Raum in der Barkhauser Feuerwehr nahm von Anfang an auch das Musikwesen ein.

Die Kameraden Bergbrede und Krückemeier riefen 1925 die Feuerwehrkapelle ins Leben, deren erster Leiter der Trompeter Fritz Brandt von der Mindener Militärkapelle der Artillerie war. Mit Unterstützung des Möbelfabrikanten Franzmeier wurden die ersten Instrumente von der Artilleriekapelle gekauft, so dass ein Klang¬körper von 12 Mann den Spielbetrieb aufnehmen konnte. Von nun an wurde bei einer Vielzahl von Feuerwehr- und örtlichen Veranstal¬tungen für die musikalische Umrahmung gesorgt.

Bevor über die Kriegsjahre die Aktivitäten eingestellt werden mussten, hatte noch der Trompeter Anton Kaade aus Hausberge den Dirigentenposten inne. Im Jahre 1948 konnte dann der Neubeginn unter Leitung von August Albert aus Barkhausen erfolgen, welcher als Trompeter aus einer weitbekannten Musikerfamilie stammte. Circa 3 Jahre später wurde erneut Anton Kaade der Leiter, welcher diesen Posten bis Anfang der 60er Jahre bekleidete. Danach übernahm Herbert Fischer aus Dehme die Stabführung. Er setzte die Tradition fort, dass ein Trompeter die Feuerwehrkapelle leitete.

Ihm folgte dann für 2 Jahre der Klarinettist Felix Walkowiak als Dirigent. Anschließend hatte dann der Trompeter und Schlagzeuger Hans Damke aus Barkhausen die Leitung übernommen. In diese Zeit fiel auch die Gebiets- und Verwaltungsreform von 1973, welche die Feuerwehrkapelle Barkhausen aus ihrem gewohnten Amtsverband Dützen riss und nunmehr der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Porta Westfalica zuordnete.

Allerdings hatten schon vorher enge freundschaftliche Beziehungen zu den Feuerwehrkameraden der „anderen“ Weserseite bestanden. Dieses war unter anderem auch auf das jahrelange Mitwirken von Günter Erksmeyer und Fritz Werner in der Amtskapelle Hausberge zurückzuführen. Diese beiden Kameraden hatten in der Vergangenheit auch die Feuerwehrkapelle Häverstädt bei Bedarf unterstützt, so dass bei Besetzungsproblemen in Barkhausen Mitspieler der befreundeten Kapellen gerne mitgewirkt haben.

1978 wurde Herbert Fischer nochmals der Dirigent. In diesen Jahren entstanden auch die ersten Kontakte zu Musikern der in Minden stationierten britischen Militärkapellen. Dieses sollte nicht ohne Folgen bleiben.

1982 übernahm David Sloper die Stabführung, welcher in seiner aktiven Militärzeit Posaunist in der Militärkapelle des „Kings Own Border Regiments“ war. Unter seiner Leitung konnte die Besetzung vergrößert werden, so dass auch die Zahl der Auftritte ständig anwuchs. Per Erlass des NRW-Innenministeriums musste Anfang der 80er Jahre von dem Namen Feuerwehrkapelle Abschied genommen werden. Seither werden die Barkhauser Feuerwehrmusiker als Musikzug geführt. Im Jahre 1988 erfolgte ein britischer Dirigentenwechsel, da nunmehr Ronald Sollitt Dirigent wurde. Ron Sollitt war früher Klarinettist in der Band des „Duke of Wellington Regiments“.

Das Amt des Vorsitzenden/Chorältesten hatte seit dem Krieg Fritz Erksmeyer inne. Ihm folgte für viele Jahre Friederich Werner sen. nach. Mitte der 70er Jahre hatte dann Günter Erksmeyer dieses Amt übernommen. 1982 wurde dieser Posten dann an Olaf Lau übergeben. Die Vielzahl an Auftritten in den letzten Jahren belegt, dass der Musikzug Barkhausen als wichtiger Kulturträger nicht mehr wegzudenken ist.

Medien


Foto von 1924

Nr. Nachname Alias Vorname Beruf Wohnstätte Bemerkung
1 Windmann
2 Horst
3 Seeger
4 Bick Paul
5 Korte Fritz Düsterweg
6 Müller Kutscher vom „Kaiserhof“ Fährstraße
7 Oexmann Häverstädter Weg
8 Kuhlmann Heinrich Tischler Portastraße
9 Meier (Grotemeier) Bauer Kreisstraße 23
10 Witthaus Bauer Alte Poststraße
11 Kochbeck Heinrich Schneider Bürgermeister 1933-45
12 Witthaus Maurer Osterfeldstraße
13 Voß Klempnermeister Lannertstraße
14 Lohmeier Fritz
15 Kochbeck Hermann
16 Wulke Dachdecker
17 Krückemeier Wilhelm Pfarrstraße Musiker
18 Erksmeier Gottlieb Spritzenhaus Musiker
19 Willmanns (Heuke) Kampstraße Musiker
20 Schonebohm Fritz Bauer Kapellenweg 3
21 Franke Heinrich Maurer Alte Poststraße 92
22 Drees Zigarrenmacher Portastraße 110
23 Witthaus Hermann Edelweißstraße
24 Knaust Knecht Wedigenstein
25 Erffmeyer Fritz Bauer
26 Henneking Wilhelm Zigarrenmacher Niedernfeldweg
27 Schwichow Schulstraße
28 Kampmeier Kapellenwinkel
29 Büsching Karl Bauer Kapellenweg 9
30 Erksmeier Feldstraße 3 bei Erffmeyer Musiker
31 Copey Kapellenweg
32 Hölscher Kapellenweg (Alte Schule)
33 Albert August Portastraße (Sohn)
34 Pape Karl Kapellenwinkel
35 Meyer Zigarrenmacher Schulstraße
36 Bierbaum Klempner Portastraße
37 Niemeier Hermann Werkmeister Osterfeldstraße 10
38 Ferling Fritz Schmied Fährstraße
39 Bergbrede Heinrich Architekt Fährstraße
40 Schonebohm Bauer Weserstraße 1
41 Höltkemeier Heinrich Maurermeister Neue Friedhofstraße
42 Hundertmark Ludwig Maurer Häverstädter Weg
43 Krüger Heinrich Zimmermann Osterfeldstraße
44 Wüllmer Fritz Maurer Portastraße
45 Koch Tischlermeister Osterfeldstraße / Alte Poststraße
46 Schöttker Heinrich Portastraße
47 Witthaus Häverstädter Weg
48 Brandt Wilhelm wohnte im kleinen Haus bei Stremming Kreisstraße Musiker
49 Gerkensmeier Willi früher Am Wiehen jetzt Häverstädt
50 Kleffmann Lehrer Volksschule Barkhausen
51 Kochbeck Friedrich Schneidermeister Friedrich-Ebert-Straße
52 Gerkemeyer Heinrich Bürgermeister 1919-1933 und von 1946-1959
53 Kochbeck Fritz Maurermeister Alte Poststraße geboren 1889
54 Bergbrede Wilhelm Tischlermeister Portastraße 70 Wehrführer
55 Erksmeier Schneidermeister Düster Straße in Zivil
56 Arnsmeyer Friedrich Gastwirt („Berglust“) Portastraße
57 Störmer Schneidermeister Friedrich-Ebert-Straße in Zivil
58 Krückemeier Erich Pfarrstraße
59 Pape Kapellenwinkel
60 Knief Fritz Schulstraße
61 Rathert Unter den Tannen 16
62 Barner Unter den Tannen 16
63 Voß Unter den Tannen 16
64 Hasselmeier Wilhelm Häverstädter Weg
65 Wundes Bernhard Alte Poststraße

Hydrantenplan 1945


Foto Musikzug 1952


Foto Fahnenweihe 1956

im Hotel-Restaurant Friedenstal


Foto Musikzug Weihnachten 1980


Altes Feuerwehrgerätehaus 1983

Kapellenweg 13a


Neues Feuerwehrgerätehaus 1986

Kapellenweg 13

Sonstiges

Stiftungsfest 05.09.1926 3)
Stiftungsfest 1932 - Konzert mit Tanz4)
10 jähriges Bestehen - Gaststätte Martens5)

1)
Mindener Tageblatt vom 14.02.2008
2)
Mindener Tageblatt vom 06.04.2012
3)
Mindener Tageblatt vom 04.09.1926
4)
Mindener Tageblatt vom 08.10.1932
5)
Mindener Tageblatt vom 10.02.1936